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Allgemeines zum griechischen Tanz

Der griechische Tanz, wie er in der Neuzeit getanzt wurde und wird, geht in seinen Wurzeln bis in die Antike zurück. Dies ist durch Abbildungen und Schriften belegt. Trotz dieses einheitlichen Ursprungs gibt es nur ganz wenige Tänze die panhellenisch (in ganz Griechenland) bekannt sind und getanzt werden, nämlich Kalamatianos und Chassaposervikos; mit Einschränkungen auch (Insel) Sirtós , Tsámikos , Zeibekikos, Chassapikos und Tsifteteli.

Auf Grund geografischer, ethnischer und politischer Gegebenheiten entstanden unterschiedlichen Tänze und Tanzstile die man zu Tanzmilieus zusammenfassen kann.

Die Einteilung in Tanzmilieu ist natürlich sehr grob, so finden sich in Gruppen von Dörfern Gemeinsamkeiten die im Rest der Region nicht zu finden sind. Nahezu jede Insel hat autochthone Tänze. Es gibt auch Tänze die nur an einem Ort getanzt werden, wie zum Beispiel der Klistós von Argithéa . Andere Tänze wiederum werden nur zu bestimmten Festen (Hochzeit, Fasching,...) oder zu einem bestimmten kirchlichen Festtag getanzt (z.B. Ostertanz).

Innerhalb eines Tanzmilieus gibt es oft mehrere Tänze, die sich nur geringfügig voneinander unterschieden. so gibt es zum Beispiel mehrere Tänze die die gleiche Grundstruktur wie der Zagoríssios haben, wie Konstantákis und Berátis . Diese Tänze kann man als zu einer Familie gehörig betrachten.

Bei analytischer Betrachtung findet man durch Weglassung von Variation und Verzierung bei einzelnen Tänze gemeinsame 'Grundmuster' quer über die Tanzmilieus .

Bis vor einige Jahrzehnte waren die Tänze fest in der Bevölkerung verankert. Zum Teil werden sie auch heute noch bei Festen getanzt, die Tendenz ist jedoch abnehmend. So wird zum Beispiel auf Santorin beim Fest des Propheten Elias heute weder Musik gespielt, noch getanzt. In früheren Jahren wäre die nicht denkbar gewesen. Zunehmend werden die Tänze nur mehr in Tanzvereinen und Gruppen getanzt, wo sie einerseits zu musealen Einrichtungen und nicht mehr gelebt werden, andererseits werden sie für Tanzvorführungen ausgeschmückt und choreographiert.

Ein besonderes Phänomen des griechischen Tanzes ist seine Verbreitung über sein Ursprungsgebiet hinaus. Dies wäre an sich durch die Auswanderungsbewegungen der Griechen erklärbar, doch findet man sowohl in Europa, wie auch in Amerika, Kanada Tänzerinnen und Tänzer ohne griechischen Wurzeln, die diese Tänze mit Begeisterung tanzen.

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